Mein Werdegang

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte mich bei Ihnen vorstellen: Mein Name ist Mike Schubert und ich lebe mit meiner Frau Simone und meinen Kindern Clara und Moritz in Golm. Hier haben wir uns mit einem kleinen Eigenheim in der Feldmark einen Lebenstraum erfüllt. Potsdams Nordwesten, Schwielowsee und Werder sind unser Lebensmittelpunkt. Wir leben sehr gern hier, haben hier unsere Freunde. Lassen Sie uns ins Gespräch kommen! Politik gestalte ich vor Ort – und vor Ort bin ich für Sie ansprechbar.

Ihr Mike Schubert

Verwurzelt in Brandenburg

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Am 3. Februar 1973 wurde ich in Schwedt als jüngstes von drei Kindern geboren. Zwei Jahre später zog unsere Familie berufsbedingt nach Potsdam. Neben Freunden war mir der Sport immer wichtig: Fußball bei Empor Potsdam, Boxen bei Motor Babelsberg, Kanu bei der ASG Geltow. Als Zweitklässler hatte ich das Glück, eine Nebenrolle in der beliebten Serie „Spuk im Hochhaus“ spielen zu dürfen. Für mich war das damals ein echtes Abenteuer!

Im Herbst 1989 begann ich eine Ausbildung als Industrieelektroniker in Teltow. In den Ferien vor dem Ausbildungsbeginn sah ich im Fernsehen, wie Menschen in die Prager Botschaft flüchteten. Ich erlebte, wie die DDR das Reisen auch in die frühere Tschechoslowakei erschwerte. Wir machten dort vor 1989 häufig Urlaub. Warum dies nun auf einmal nicht mehr sein sollte, war für mich unverständlich. Aber das war erst der Anfang.

Familiärer Rückhalt

mikeschubert_004Die Wendezeit brachte sehr große Veränderungen mit sich. Vieles von dem, was bisher richtig schien, galt plötzlich nicht mehr. Neue Chancen entstanden, neue Risiken taten sich auf. Die Monate des politischen Wandels waren für mich von der Neugier auf die gewonnene Freiheit, aber auch, wie für viele, von Sorgen um die Zukunft geprägt. Alles war im Aufbruch und diese Stimmung steckte auch mich an. Da meine geplante berufliche Perspektive nicht mehr gegeben war, hängte ich meine Ausbildung mit 18 Jahren an den Nagel. Es zog mich in das ehemalige West-Berlin, wo ich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann erfolgreich abschloss. „Wer viel wagt, der viel gewinnt“ – das dachte ich damals und machte mich selbstständig.

Doch so einfach war das nicht – ich übernahm mich finanziell und eine Spirale aus wachsenden Schulden und dem Wunsch, aus eigener Kraft mit den Problemen fertig zu werden, ließen mich immer tiefer in eine scheinbar ausweglose Situation geraten. Unterstützung suchen und sich niemals aufgeben, das hat mir damals geholfen. Mit familiärer Hilfe fing ich noch einmal von vorn an. Das war im Herbst 1995. Ich wusste, dass ein Neuanfang schwer wird.

Kein einfacher Weg

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Acht Jahre dauerte der Weg aus der Schuldenfalle und nur mit der Unterstützung von Familie und Freunden habe ich das geschafft. Spätestens seitdem ist mir klar: Es reicht nicht aus, wenn jeder sich nur um sich selbst kümmert! Die Gesellschaft muss für alle da sein – insbesondere für die, die Hilfe dringend brauchen. Im Sommer 1996 wurde ich zum Wehrdienst eingezogen. Mein Leben ordnete sich neu. Nach meiner Grundausbildung wurde ich in Geltow Pressesoldat und verlängerte meine Dienstzeit. Ich wollte gern studieren.

Da ich kein Abitur hatte, musste ich eine Eignungsprüfung an der Universität Potsdam absolvieren. Ich bestand die Prüfung und durfte studieren. Dass ein Quereinstieg, wie ich ihn machen durfte, überhaupt möglich war, ist wichtig für unsere Gesellschaft! Dass das auch ein Ergebnis sozialdemokratischer Bildungspolitik ist, realisierte ich erst später.

Erfahrungen einbringen

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Mitte der 90er Jahre begann ich mit dem Engagement für meine Heimat auch auf politischer Ebene. 1995 trat ich in die SPD ein und kandidierte 1998 für die Stadtverordnetenversammlung in Potsdam. Ich wollte nicht jammern, ich wollte etwas bewegen, verbessern, meine persönlichen Erfahrungen aus beruflichem Scheitern, zweitem Bildungsweg und Neuanfang in die Entwicklung unserer Gesellschaft einbringen.

Die SPD ist für mich die Partei, die meine persönliche Erfahrung widerspiegelt. Wir können soziale Sicherheit nur dann gewährleisten, wenn wir den Wandel aktiv gestalten. Das ist eine offensive Herangehensweise – keine Klage über die Ungerechtigkeit der Welt. Mitleid und Bevormundung sind schlechte Hilfen, wenn man arbeitslos ist. Die SPD steht dafür, dass jeder seine Möglichkeiten nutzen, seine Ideen und Hoffnungen verwirklichen kann. Und die SPD steht dafür, dass die soziale Marktwirtschaft wieder sozial ist. Das ist besonders in einer Zeit wichtig, in der die unbändige Gier einiger Weniger die Weltwirtschaft stark ins Wanken bringt. Dem einen Riegel vorzuschieben, auch das betrachte ich als Aufgabe der Politik.

Während meines Studiums und danach habe ich als Mitarbeiter verschiedener Landtagsabgeordneter den parlamentarischen Betrieb miterleben dürfen. Einer von ihnen war der frühere Ministerpräsident Matthias Platzeck.

Verantwortung übernehmen

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Dem Einsatz der Bundeswehr stand ich anfangs kritisch gegenüber. Später habe ich gesehen, dass Mord, Vertreibung und Verbrechen im Ausland nicht von selbst aufhören, sondern nur durch Handeln zu beenden waren. Deswegen ging ich im Frühjahr 2002 als Reservist für ein halbes Jahr in den Kosovo. Diese Eindrücke prägen mich bis heute. Im Sommer 2002 war wieder Zeit zu handeln: Die Flut an der Elbe sprengte die Deiche und für die Beseitigung der Schäden wurde jede helfende Hand gebraucht. Ich nutzte meinen Urlaub während des Kosovo-Einsatzes, um als Freiwilliger vor Ort zu helfen.

Von 2009 bis 2016 war ich Angestellter im brandenburgischen Innenministerium und leite am Ende das Referat für Brand-, Katastrophenschutz und Militärangelegenheiten. Menschen wollen sich sicher fühlen. Dazu gehört auch der Schutz vor Bränden und Katastrophen oder die schnelle Rettung nach einem Unfall. Feuerwehren und Hilfsorganisationen leisten viel für unsere Sicherheit. Die Arbeit haupt- und ehrenamtlicher Kräfte ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres täglichen Lebens – auch, wenn er oft nicht sichtbar ist, sondern dann funktionieren muss, wenn ein Notfall eintritt.

Seit September 2016 bin ich Beigeordneter für Soziales, Gesundheit, Jugend und Ordnung der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam.

 

Lebenslauf Mike Schubert